ausgedehntes Tief über Mitteleuropa beeinflusst Wetter in weiten Teilen Europas

satelliteimage from europe

Über Europa ist ein ausgedehntes Tiefdrucksystem wetterbestimmend. Dabei gibt es an seiner Südflanke immer wieder Starkwindfelder, die durchaus Sturmböen bringen. Deutschland liegt nah an den Tiefkernen in einer überwiegend windarmen Zone. Dieses Besonders über Norddeutschland. Milde Meeresluft ist wetterbestimmend und es ziehen immer wieder dichte Wolken und Schauer durch. Den Winter findet man über Skandinavien wo sich derzeit auch ein kleinräumiges Hoch befindet.

Isobarenkarte Europa 04 November 2019

Auf der Prognosekarte sehen wir die massive Ausdehnung des Tiefdrucksystems und die Mittelwinde zeigen, das die meteorologische Bedingung für ein Sturmtief nicht erreicht werden. Die Defination Sturmtief gilt meteorologisch gesehen erst ab eine mittleren Windgeschwindigkeit von 45 Knoten, Windstärke 9 Beaufort. Die Böen zählen dabei nicht. In den meissten Gebieten Europas herrschen milde Luftmassen mit Temperaturen von 10 bis 19 Grad, Istanbul auch 21 Grad. Aber über Skandinavien und Nordrussland findet sich der Winter. Murmansk und Trondheim haben dabei auch als Tageshöchstwert Minustemperaturen zu erwarten und selbst in Oslo sind diese nur knapp über dem Gefrierpunkt. Ursache ist eine dortige Kaltluftadvektion an der Ostflanke des Hochs. Das Tiefdrucksystem sorgt aus seiner Westflanke für Kaltluftadvektion polarer Luftmassen die bis weit in den Süden geführt werden und im Bereich einer dortigen Frontalzone weitere kleine Tiefs entstehen lässt die vom Zentraltief in Richtung Mittelmeer gelenkt werden. Dadurch sind im Mittelmeerraum ebenfalls steife bis stürmische Böen, teils auch Sturmböen zu erwarten.

Das zeigt sich auch bei den Wellen, die in vielen Teilen des Mittelmeeres 2 bis 3.5 Meter hoch sein können und dort eine Gefahr für die Flüchtlingsboote sein werden wie auch der Wind. Zwischen der Biskaya und dem Ostatlantik sind Wellen von 6 bis 8 Metern Höhe zu erwarten.

Auch am morgigen Dienstag spielen in Teilen des Mittelmeers und der Biskaya die Wellen eine Rolle. Das Tiefdrucksystem verlagert sich etwas ostwärts und füllt sich langsam auf. Dieses macht sich bei schwächeren Mittelwinden bemerkbar. Die Böigkeit mit starken bis stürmischen Winden bleibt aber erhalten. In manchen Regionen wie an der spanischen Nordküste kann es auch schwere Sturmböen geben. Bei uns in Deutschland sind starke Böen nur in den Hochlagen oberhalb 1000 Meter zu erwarten. Es wird bei uns aber nicht mehr so mild, da über die Nordwestflanke kühlere Luft einfliesst.

Am Mittwoch könnte dann ein kleines Sturmtief auf Irland übergreifen und dort eine Sturmlage auslösen. Auch dieses Tief wird sich von Irland nach Frankreich verlagern und dann vorraussichtlich abschwächen oder gar auflösen. In Deutschland ist weiterhin keine Sturmlage zu erkennen.

Please follow and like us:
error0
fb-share-icon20
Tweet 20
fb-share-icon20

1 Kommentar

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*