Convective Outlook 18-06-2021

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Convective Outlook für Freitag den 18.06.2021

Im Nordwesten hohe Unwettergefahr

 

Convective Outlook 18-06-2021

Convective Outlook 18-06-2021

Ein Stufe 3 wird ausgegeben für die Gefahr schwerer Gewitter mit großem Hagen ( Korngroße 3 bis 4 cm ), Starkregen, schwere konvetive Sturmböen, Tornadogefahr !

Ein Stufe 2 wird ausgegeben für die Gefahr schwere Gewitter mit Hagel ( Korngröße 2 bis 3 cm ), Starkregen, konvektive Sturmböen

Ein Stufe 1 wird ausgegeben für die Gefahr kräftiger Gewitter mit Hagel, Starkregen, starken Böen 

Ein Stufe 0 wird ausgegeben für die Möglichkeit kräftiger Gewitter mit einer Wahrscheinlichkeit von 15 bis 30 %

Wetterlage 18-06-2021 Lauf 02 Uhr

Convective Outlook Wetterlage

Deutschland liegt heute auf der Vorderseite einer Tiefdruckrinne die sich von Nordafrika über die Benelux bis Skandinavien erstreckt. Darin eingebettet ist ein Frontensystem das mehrere Kerne miteinander verbindet. Im Vorfeld kann sich über Deutschland eine Konvergenz entwickeln durch die sich lokale Gewitterzellen entwickeln können. Der Gegenspieler ist ein hochreichendes Hoch über Westrussland. Dieses Hoch hält gegen die Tiefdruckrinne und führt trockene sehr warme Luft aus Osten nach Deutschland. Gleichzeitig wird feuchtwarme instabile Luft nach Norden geführt. Über dem Atlantik liegt eine Trogachse die ebenfalls auf die Tiefdruckrinne mit Hebung und Druckabfall auswirkt.

Synoptik

Über Deutschland zeigt eine schon tropische Luftmasse mit Theta E Werten von 48 bis 54 Grad in ca. 1.5 km Höhe. Zudem zeigen sich in ca. 1.5 km Höhe Temperaturen von bis zu 20 Grad vor allem im Südwesten. Die Grenzschicht wird heute auf einer Höhe von 1000 bis 2000 Meter. In der Höhe findet sich auch das Hebungskondensationsniveau. Hohe Energiewerte ( Cape ) von 400 bis 1400 j/kg und bis 2000 j/kg im Nordwesten können sich punktuell hochreichende Gewitterzellen entwickeln die eine Höhe von 12 km erreichen können. Zum Abend nimmt die Grenzschichthöhe deutlich ab und liegt dann bei ca. 500 Meter im Westen und Nordwesten wie auch im Südwesten. Bei den möglichen Gewitterzellen kann das Hebungskondensationsniveau ebenfalls auf deutlich unter 1000 Meter sinken.

Von Baden Württemberg bis Niedersachsen zeigen sich teilweise sehr auffällige signifikante Werte die im Nordwesten am deutlichsten ausgeprägt sind. Dabei zeigt sich ein Energy Helizity Index EHI von 0.8 bis 4. Teilweise zeigt sich eine deutliche hochreichende Scherung von 40 Knoten und einer 0-3 km Helizität von 200 bis 350 m/s was ein erhöhtes Risiko für organisierte Konvektion ( Superzellen ) darstellt. Ein weiteres ist die mögliche bodennahe Scherung die innerhalb einer Zelle signifikante Werte erreicht was für mögliche Rotationen sprechen könnte. Zudem ist auch die Aufwindhelizität auffällig. Nach Nordwesten ist der signifikant Tornadoparameter deutlich erhöht was ein erhöhtes Tornadorisiko darstellt.

Aufgrund hoher Werte zeigt sich auch der Large Hail Index erhöht wodurch auch das Risiko für Großhagel vorhanden ist und ein hoher Gehalt an niederschlagbaren Wassers von bis zu 40 mm zeigt ein hohes Potential für Sturzfluten. Das amerikanische Wettermodell GFS zeigt zudem mit einem erhöhten Delta Theta E ein erhöhtes Risiko für Downbursts Im Nordwesten zeigt sich zudem auch kinetische Energie mit einem möglichen Scherungscape von 400 bis 600 j/kg.

Verschiedene Modelle ( hochaufgelösste ) zeigen verschiedene Risikozonen mit starken Zellentwicklungen. Ein mögliches MCS zeigt sich über Ostfrankreich und der Schweiz das auch den Südwesten Deutschlands erreichen könnte. Ein weiteres ist eine starke organisierte Zelle über den Südwesten NRW,s und Rheinland Pfalz die sich dann Nordostwärts verlagern könnte. Ein weiteres Hochrisikogebiet zeigt sich über Niedersachsen. Weitere Schergewitter sind auch von Frankreich über Belgien bis zu den Niederlanden zu erwarten die auch auf den äussersten Nordwesten und Westen Deutschlands übergreifen können.

amtliche Warnlage unter : deutscher Wetterdienst

 

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