Der Blick auf die Großwetterlage zwischen Russland und den USA mit Europa 09 November 2019

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Über Europa hat sich ein umfangreiches Tiefdrucksystem eingenistet das auch unser Wetter in Deutschland bestimmt. Zum einen gelangt milde feuchte Luft zu uns und zum anderen kalte Meeresluft. Dadurch haben sich mehrere Tiefdruckkerne entwickelt wovon eines ein Frontensystem hat und ein Tief bei Italien mit dem Tief über der Ostsee verbindet. Niederschläge sind die Folge mit Schnee in den höheren Lagen. Die Konstellation wird uns heute auch weiter durch den Tag begleiten und daher bleibt es eher unbeständig und nasskalt. Auch der Sonntag wird dann eher durch Tiefdruck geprägt wobei sich über Ostdeutschland ein flaches Hoch entwickeln kann was sich beim Zirkulationsmuster zeigt. Dabei bleibt es herbstlich kühl. Von der Biskaya bis zum westlichen Mittelmeerraum könnte sich dabei eine windige Wetterlage einstellen mit Sturmgefahr über dem westlichen Mittelmeerraum. Vor allem über den Seegebieten von den Balearen bis Korsika und Sardinien sowie der afrikanischen Küste sind Sturmböen bis sogar schwere Sturmböen zu erwarten. Vor allem Menorca muss sich auf schweren Sturm einstellen. Dabei können sich kräftige Schauer und auch Gewitter bilden. Die Spanier müssen sich in ihren Hochlagen oberhalb 1000 Meter auf Schnee einstellen. Sturmgefahr herrscht auch über der Biskaya mit Böen der Stärke 9. Auch am Montag bleibt das Tief über dem westlichen Mittelmeerraum wetterwirksam und sorgt für Sturm von der französischen Mittelmeerküste bis zur afrikanischen Mittelmeerküste wodurch auch Mallorca und Menorca beeinflusst wird. Am Dienstag verstärkt sich das Mittelmeertief weiter und verlagert seinen Kern nach Tunesien. Dadurch besteht in großen Teilen des Mittelmeerraumes, von der Adria über Italien bis zur spanischen Küste eine hohe Sturmgefahr. Dabei werden Windgeschwindigkeiten von 85 bis 110 km/h in Böen gerechnet. Durch Niederschläge kann es über Tunesien und Süditalien zu eine Unwettersituation mit möglichen Überschwemmungen kommen. Es können dabei im Mittelmeerraum im allgemeinen in den kommenden drei Tagen rund 50 bis 120 Liter an regen zusammen kommen.

Weather about atlantic ocean between us and russia

Die Großwetterlage zeigt eine regelrechte Tiefdruckrinne die sich von Europa bis nach Kanada erstreckt. Dabei zeigt sich ein besonders intensives Tief über der See zwischen Grönland und Neufundland. Die Gegenspieler sind ein kräftiges Hoch über Sibirien und den Azoren sowie ein ausgedehntes Hoch über den USA. Dabei wird zum einen Warmluft nordwärts geführt und zum anderen Kaltluft südwärts. Deutlich sieht man die sogenannte Kaltluftadvektion aktuell über der iberischen Halbinsel und der afrikanischen Mittelmeerküste wodurch es durch die gegensätzigen Luftmassen zu neuen Tiefdruckentwicklungen kommt. Richtig tiefster Winter herrscht mittlerweile über Nordrussland und Kanada mit Werten von deutlich unter -10 Grad. Im Bereich Nordsibirien sind es schon -20 bis -30 Grad Tageshöchstwerte. Hochsommerliche Hitze dagegen zeigt sich über dem zentralen Afrika und der arabischen Halbinsel. mit Werten von über 30 Grad. Vor allem zwischen Sibirien und der arabischen Halbinsel baut sich eine deutliche Temperaturdifferenz auf.

Das Neufundlandtief wird sich weiter in Richtung Straße von Dänemark verlagern und sich dabei vertiefen. Dabei entwickelt sich bei Neufundland ein Hochdruckgebiet das Verbindung zum Azorenhoch hat. Das Sibirienhoch wird sich ebenfalls verstärken und seine Kaltluft nach Süden schicken. Das gleiche passiert auch über den USA, wo sich ebenfalls die Kaltluft südwärts ausbreitet. Nach derzeitigem Stand des europäischen Wettermodell verlagert sich bis Dienstag ein Hoch von Kanada zu den USA und dehnt sich über die ganze USA aus und kann einen Kerndruck von 1043 hPa entwickeln. Die Nordostküste der USA wird sich mit einem kräftigen Tief auseinandersetzen müssen. Europa bleibt weiterhin unter Tiefdruckeinfluss.

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Über Udo Karow 257 Artikel
1975 in Siegburg geboren. 1992 Hauptschulabschluss Hauptschule Kaarst-Büttgen. Mitarbeiter im Sicherheitsdienst Zertifizierung nach §34a IHK-Nürnberg 2003. Seit 2009 Hobbymeteorologe. Seit 2013 als ehrenamtlicher Meteorologe bei Unwetteralarm GmbH. Erfahrung in der Wettervorhersage sowie der Unwettervorhersage, Synoptik, Kartenmeteorologie, Radar- und Satellitenmeteorologie.

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