umfangreiches Tiefdrucksystem bringt starken Sturm über dem englischen Kanal !

satelliteimage europe 02 Nov 2019

Ein umfangreiches Tiefdrucksystem sorgt aktuell für orkanartigen Böen über dem englischen Kanal zwischen der englischen Küste und der französischen Küste, dabei wurde um 13 Uhr die stärkste Böe mit 124 km/h ( Orkan ) an der Boje Sandetti gemessen, westlich von Dünkirchen. Sonst sind die Windverhältnisse, bis auf die Hochlagen von einer eher mäßigen Stärke mit Windgeschwindigkeiten von 35 bis 65 km/h und je weiter östlich man ist, desto schwächer ist der Wind. Durch die Tiefdruckvorderseite ist auch bei uns wieder deutlich mildere Luft eingeflossen. Vielfach werden zweistellige Werte gemessen.

Südwestlich von Irland zeigt sich ein weiteres Randtief das sich im Laufe der nächsten Stunden zur Biskaya verlagert und dort, durch eine Intensivierung, Orkanböen von 120 bis 145 km/h bringt. Vor allem an der Küste Bereich Bordeaux und Nantes sowie direkt auf der dortigen See können extreme Orkanböen bis 145 km/h auftreten. Dabei lässt der Wind zwischen Nantes und Bordeaux im Landesinneren rasch nach. Schwerer Sturm ist auch zwischen Brest und Bilbao zu erwarten, mit Geschwindigkeiten von 100 bis 115 km/h.

Der Kern dieses Tiefs gelangt in das Zirkulationsmuster des Zentraltiefs und zwischen dem Ostatlantik bis zum Mittelmeer stellt sich eine kräftige Westströmung ein. Über den französischen Gebirgsregionen oberhalb 1000 Meter sind extreme Orkanböen von bis zu 180 km/h möglich. Dieses besonders in den Gipfelregionen zwischen Olette und Vichy. Auch über Spanien sowie dem westlichen Mittelmeerraum treten vermehrt Sturmböen bis schwere Sturmböen auf die am Sonntag auch die Balearen betreffen wie auch die Gebirgsregionen von Korsika und Sardinien und selbst an der afrikanischen Mittelmeerküste werden Sturmböen gerechnet.

Somit stellt sich vom Ostatlantik über Frankreich und der iberischen Halbinsel bis ins westliche Mittelmeer eine signifikante Wetterlage ein mit hoher Sturmgefahr bis hin zur Unwettersituation. Diese Situation widerholt sich dann am Montag erneut.

Über Deutschland herrscht die höchste Sturmgefahr in den Hochlagen des Schwarzwaldes sowie den Alpen. Sonst befinden wir uns eher im Kernbereich des Tiefs wo es eher schwach windig ist mit der Möglichkeit starker bis steifer Böen der Stärke 6 bis 7 vereinzelnt auch 8 Beaufort. Eine umfangreiche überregionale Sturm- oder Orkanlage ist über Deutschland auch weiterhin nicht in Sicht.

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Über Udo Karow 257 Artikel
1975 in Siegburg geboren. 1992 Hauptschulabschluss Hauptschule Kaarst-Büttgen. Mitarbeiter im Sicherheitsdienst Zertifizierung nach §34a IHK-Nürnberg 2003. Seit 2009 Hobbymeteorologe. Seit 2013 als ehrenamtlicher Meteorologe bei Unwetteralarm GmbH. Erfahrung in der Wettervorhersage sowie der Unwettervorhersage, Synoptik, Kartenmeteorologie, Radar- und Satellitenmeteorologie.

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