Warnlagebericht 21-06-2022

Warnlagebericht Gewitterwarnung Titelbild
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Warnlagebericht zeigt erhöhte Gewittergefahr im Süden von Deutschland !

Warnlagebericht zeigt auch die Möglichkeit organisierter Konvektion

Warnlagebericht Deutschland 21 Juni 2022

Ein Stufe 2 wird vorhergesagt, wegen dem Risiko schwerer Gewitter mit schweren Sturmböen, Hagel und heftigem Starkregen. Tornado und Microburst nicht ausgeschlossen !

Ein Stufe 1 wird vorhergesagt, wegen dem Risiko starker Gewitter mit Starkregen, kleinkörnigem Hagel und Sturmböen !

Warnlagebericht : Synoptik

Warnlagebericht Wetterlage Synoptik EuropaDeutschland befindet sich heute unter dem Einfluss eines kleinen Hochs mit Kern über Nordwestdeutschland. Der Nordosten liegt noch unter ein sich abschwächender Tiefdruckeinfluss wodurch es hier noch einzelne Schauer gibt. Das Hoch wird in der Höhe durch einen Höhenrücken gestützt, wobei dessen Einfluss allmählich nachlässt.

Die Tiefdruckgebiete, die wir über Frankreich und der iberischen halbinsel sehen werden durch ein Höhentief über Nordwestspanien gestützt. Die Warmfront des Frankreichtiefs verlagert sich in den Süden Deutschlands und kann hier Schauer und Gewitter auslösen.

Im Rest des Landes, sorgt der Hochdruckeinfluss für angenehmes freundliches Wetter.

Warnlagebericht : Diskussion

Die Wettermodelle und Prognosesoundings zeigen eine erhöhte ernergetische feuchtinstabile Luftmasse die hinter der bereits erwähnten Warmfront über Ostfrankreich und der Schweiz in den Süden Deutschlands strömt. Dabei zeigen sich in der Prognose unterschiedliche Energiewerte mit möglichen Capewerten von 500 bis 2500 j/kg besonders über Frankreich.

Über Deutschland sind es eher zwischen 100 bis 700 j/kg. Dabei zeigt sich auch eine deutliche potentielle Instabilität mit möglichen Werten von -6 bis -12 K vor allem im Südwesten von Deutschland. Deulich instabiler zeigt sich das ganze über dem zentralen Frankreich mit einem KO-Index von bis zu -16 K. Somit kann die potentielle Instabilität durch Hebungsimpulse in Labilität umgewandelt werden.

Diese Hebung kann durch die Orografie aber auch durch Kaltfronten über Frankreich und Spanien ausgelösst werden. Somit ist es wahrscheinlich, das die möglichen Gewitter vermutlich über Frankreich und der Schweiz entstehen und nach Deutschland übergreifen können. Ein Auslöser können auch die Vogesen sowie der Schwarzwald dienen.

Das Windprofil zeigt dabei eine mögliche vertikale Windscherung mit zunehmender Geschwindigkeit- aber auch möglicher Richtungsscherung. Hierdurch können die Schwellenwerte erreicht werden um organisierte Konvektion ( Superzellen ) ausgelösst werden was aber nicht von allen Modellen getragen wird. Besonders das amerikanische Modell zeigt sich da recht auffällig was auch den signifikant Tornadoindex betrifft.

Vor allem das amerikanische Wettermodelle bietet eine recht starke vertikale hochreichende Scherung von 20 bis 30 m/s wodurch sich auch D-Cape entwickeln kann. Dieser kinetische Energiewert kann dabei um die 500 bis sogar über 1000 j/kg erreichen was entstehenden Gewittern zusätzlich zur Verfügung stehen kann.

Auch der Largehail Parameter zeigt mit Werten von 4 bis 8 die Möglichkeit für größeren Hagel wodurch sich auch hier eine Gefahr ergibt. Auch die Scherungsparameter SRH1 und SRH3 zeigen sich dabei auch recht auffällig.

Aufgrund vorhandener möglicher Parameter war ein Stufe 2 auszugeben. Da die Modelle aber uneinig sind, ist das Risiko ziemlich unklar wobei ich derzeit von 15 % ausgehe.

 

Über Udo Karow 527 Artikel
1975 in Siegburg geboren. 1992 Hauptschulabschluss Hauptschule Kaarst-Büttgen. Mitarbeiter im Sicherheitsdienst Zertifizierung nach §34a IHK-Nürnberg 2003. Seit 2009 Hobbymeteorologe. Seit 2013 als ehrenamtlicher Meteorologe bei Unwetteralarm GmbH. Erfahrung in der Wettervorhersage sowie der Unwettervorhersage, Synoptik, Kartenmeteorologie, Radar- und Satellitenmeteorologie.

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