Wetterlage Ostern 2021
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Der Trend zu Ostern zeigt deutlich kälteres Wetter

Zunächst deutlich wärmer dann Nordlage mit deutlich kälterer Luft polaren Ursprungs

 

Wetterlage Ostern 2021

Wetterlage zeigt an Ostern deutlich kälteres Wetter. Deutschland wird am Ostersonntag vorraussichtlich in einer antizyklonale Nordlage liegen. Dabei befindet sich über Westeuropa und dem Atlantik bis Grönland ein kräftiges Hochdruckgebiet liegt. Der Gegenspieler ist ein kräftiges Tief über Nordrussland und der Barentsee. Dadurch wird mit einer Nordströmung Kaltluft polaren Ursprungs zu uns geführt. Die Warmluft wird abgelenkt und strömt Richtung schwarzes Meer und Südrussland. Dieses ist eine Modellrechnung aber es gibt weiteres Hinweise auf dieses eher unterkühlte Osterwetter.

Wetterlage : Höhenwetterkarte 500 hPa Geopotential

Wetterlage Höhenwetterkarte 500 hPa

Die Grafik zeigt die Höhenwetterkarte des sogenannten Geopotentials. Dabei wird die Höhe in Meter angegeben, an dem die 500 hPa erreicht werden. Zudem ist in der Synoptik auch die Temperatur in dieser Höhe von Bedeutung. Wir sehen das, die Luftmasse weit im Norden mit unter -40 Grad sehr kalt ist und aus dieser Umgebung wird die Luftmasse zu uns gelenkt. Auch über Deutschland hält sich Höhenkaltluft im Wert von -20 bis -27 Grad. Dabei kann man Rückschlüsse auf den Zustand der Luftmasse finden denn bei einer deutlichen Temperaturabnahme mit der Höhe ist ein Hinweis auf mögliche Instabilität der Luftmasse und somit die Möglichkeit für Schauer oder auch Gewitter.

Es zeigt sich im Höhendruckfeld zeigt sich eine umfangreiche Zelle hohen Geopotentials das das Bodenhoch durch Absinken und Druckanstieg stützt. Über Deutschland wird ein möglicher Trog gerechnet. Zudem auch mehrere Höhentiefs wie eines über Südfrankreich und den Azoren sowie über der Barentsee. Dadurch werden Hebungsimpulse ausgelösst und die mögliche Temperaturabnahme mit der Höhe kann dann auch Schauer auslösen. Durch die einströmende Kaltluft sinkt auch die Schneefallgrenze.

Wetterlage : Nordatlantik Oscillation NAO

Nordatlantik Oscillation NAO

Der NAO-Index zeigt eine deutliche Tendenz zu negativen Werten zu den Ostertagen. Dabei zeigt der negative Wert umgekehrte Verhältnisse mit einem Hoch bei Island und Tiefs bei den Azoren. Im Rückschluss mit den gezeigten Grafiken würde sich das Szenario bestätigen. Dabei werden hier die Verhältnisse in 500 hPa gezeigt und somit der Druckunterschied zwischen Island und den Azoren. Ist dieser negativ so herrscht über dem Ostatlantik oder auch Island hoher Luftdruck bzw. hohes Geopotential und bei den Azoren tiefer Druck und tiefes Geopotential. Dadurch kehr sich die Strömung um und sie kommt aus Norden oder auch Osten und führt im Winter und Frühjahr teilweise sehr kalte Luft mit sich.

Beim positiven Wert haben wir es mit dem Islandtief und dem Azorenhoch zu tun bei dem sich eine klassische Westwetterlage einstellt bei der die Luft vom Atlantik zu uns geführt wird. Ein negativer Wert kann auch ein Hinweis auf eine sogenannte Blockadelage mit einem kräftigen Hoch über den britischen Inseln oder dem Ostatlantik und dieses sorgt dafür das atlantische Tiefs geblockt werden und nicht nach Mitteleuropa durchziehen können. Gleichzeitig wird von Norden her Kaltluft zu uns gelenkt und im Winter können sich sogar Schneetiefs entwickeln.

Das Multimodellensemble

Wettertrend Multimodellensemble Krölpa in Thüringen
Quelle : kachelmannwetter

Die verschiedenen Modelle zeigen einen zunächst deutlichen Temperaturrückgang aber dann wieder einen direkten Anstieg. Dabei werden Temperaturen von 20 Grad gerechnet. Wir sehen in den unterschiedlichen Berechnungen eine Bandbreite von 20.8 und 17.4 Grad. Dieses ist eine Differenz von 3.4 Grad während die Modelle zu den Ostertagen unsicherer werden.  So zeigt sich eine Bandbreite von 9 und 1.4 Grad. Das ist eine Differenz von 7.6 Grad. Der Trend zeigt allerdings deutlich, das es zu einem deutlichen Abwärtstrend kommt.

Von Udo Karow

1975 in Siegburg geboren. 1992 Hauptschulabschluss Hauptschule Kaarst-Büttgen. Mitarbeiter im Sicherheitsdienst Zertifizierung nach §34a IHK-Nürnberg 2003. Seit 2009 Hobbymeteorologe. Seit 2013 als ehrenamtlicher Meteorologe bei Unwetteralarm GmbH. Erfahrung in der Wettervorhersage sowie der Unwettervorhersage, Synoptik, Kartenmeteorologie, Radar- und Satellitenmeteorologie.

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