Klimarückblick zeigt Oktober 2022 zu warm und zu trocken
Klimarückblick zeigt wärmsten Oktober 2022 in Thüringen
Der Oktober 2022 fiel in diesem Jahr durch seine doch sehr warmen Tageshöchsttemperaturen auf, bei denen es ab und an sogar nochmals für meteorologische Sommertage reichte. Teilweise gab es Temperaturen von bis zu 28 Grad und selbst bei uns in Thüringen wurde es immer wieder sommerlich mit mehr als 25 Grad. Ein weiteres ist der Niederschlag denn bis auf ein paar Ausnahmen, war der Oktober wieder zu trocken.
Die Grafik zeigt, das der Oktober in ganz Thüringen deutlich zu warm ausgefallen ist. Dabei sehen wir Regionen die mit bis zu 5 Grad deutlich zu warm ausgefallen sind wie der Thüringer Wald, die Orlasenke, Rhön und Teile des Eichsfeld oder auch der Hainich.
In der Zeitreihe sehen wir, das der Oktober 2022 in Thüringen, der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnung war. Selbst der mögliche Trend zeigt, das es wohl auch in den kommenden Jahrzehnten zu warmen Oktobern kommt, eventuell auch mit neuen Rekorden.
Thüringen ist nicht alleine denn der Oktober war in ganz Deutschland deutlich zu warm. Dabei springt auch der Süden und Südwesten deutlich ins Gewicht mit bis zu 6 Grad.
Defizite gibt es auch beim Niederschlag, aber nicht überall.
Auch beim Niederschlag gab es wieder einige Gebiete in Thüringen, die deutlich zu trocken waren aber es gibt auch einen Streifen der ordentlich Regen bekommen hat, wobei dieser überwiegend konvektiver Natur war also durch Schauer und Gewitter. Vor allem aber im Einzugbereich vieler Flüsse wie Saale oder Werra waren zu trocken. Auch die Stauseen Hohenwarte und Bleiloch waren zu trocken wie auch Teile des Thüringer Waldes oder auch des Hainich. Am wenigsten Niederschlag gab es von Saalfeld / Rudolstadt über das Thüringer Vogtland bis zum südlichen Altenburger Land und ein Zipfel zeigt sichwestlich des Hainich in Richtung Hessen.
Der Dürremonitor vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung, zeigt das der Gesamtboden in Mitteldeutschland, in einigen Regionen weiterhin viel zu trocken ist. Hier zeigen sich Gebiete in Sachsen und Sachsen-Anhalt als besonders auffällig während es in Thüringen nur sporadische Punkte gibt. In Thüringen sind es besonders Gebiete um Eisenach, westlich des Hainich aber auch Teile des Eichsfeld, Südharz und Kyffhäuser, die auffällig sind.
Auch in Deutschland gibt es einige Gebiete, die deutlich zu trocken ausgefallen sind wie die gesamte Nordhälfte, Nordbayern und Mitteldeutschland. Im Südwesten und Südbayern zeigen sich einige Gebiete die ordentlich gewässert wurden. Deutlich sieht man die auf der Thüringer Map zu sehende Linie mit genügend Niederschlag denn diese zieht sich über Hessen bis zum Saarland.
Entscheident für die Niederschlagsbilanzen ist die Tiefdruckentwicklung. Sollte sich eine atlantisch geprägte Wetterlage durchsetzen, so könnte es deutlich mehr Niederschläge geben. Auch sogenannte VB-Tiefs die über dem Golf von Genua und Norditalien eine bestimmte Zugbahn einnehmen können reichlich Niederschlag bringen.
Die aktuellen Prognosen rechnen derzeit mit einem zu warmen November. Glaubt man NOAA so wird der gesamte Winter als zu warm ausfallen. Die neuen Daten des europäischen Modells liegen mit noch nicht vor.