Klimarückblick Herbst 02-12-2020

Klimarückblick Thüringen Temperatur November 2020
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November wie auch Herbst 2020 zu trocken und zu warm !

Klimarückblick zeigt erneut negative Abweichungen beim Niederschlag und der Temperatur

 

Nach den Daten des deutscher Klimaatlas der November wie auch der gesamte Herbst in Thüringen zu trocken und zu warm. Allerdings hielt sich im November das Niederschlagsdefizit noch gerade in Grenzen. Bei den Temperaturen dagegen gab es deutliche Abweichungen. Zudem zeigt der Dürremonitor in einigen Gebieten weiterhin eine außergewöhnliche Dürre an. Der Pflanzenstress durch mögliches fehlendes Wasser ist allerdings überwiegend nicht vorhanden oder stark im positiven zu finden was aber an der Jahreszeit liegt und viele Pflanzen bereits in der Winterruhe sind.

Schauen wir uns dazu nun ein paar Grafiken an.

Klimarückblick Temperatur

Klimarückblick Thüringen Temperatur November 2020

Wir sehen auf der rechten Grafik, das es in Thüringen, im November 2020 deutlich zu warm war. Dabei zeigt sich ein Maximum von + 3.1 K. Von dem zu warmen November sind alle Regionen betroffen. Auch der Regionen des Thüringer Waldes, der Rhön sowie dem Thüringer Schiefergebirge, sowie auch die Gegend um den Bleilochstausee sowie dem Hohewarte Stausee aber auch die Gebiete nördlich der Unstrut waren deutlich zu warm, wie auch die Gebiete Richtung Zeulenroda und Gera.

Dieses Ergebnis lässt sich auch für den gesamten Herbst feststellen wo es in den meissten Regionen bis 2.5 K zu warm war. Punktuell gingen auch Abweichungen bis 3K. Schaut man nach rechts sehen wir drei Deutschlandkarten. Hier werden die geringsten Modellrechnungen, die mittleren und die höchsten Werte. Die meissten Modelllösungen der Klimamodelle zeigen bis 2040 eine Zunahme der zu warmen Herbstjahreszeit. Dabei können diese erneut 1.5 bis 2.0 Grad zu warm werden.

Klimarückblick Niederschlag

Klimarückblick Thüringen Niederschlag November 2020

Beim Niederschlag zeigt sich ein ähnlich mieses Bild. Wir sehen, das es in ganz Thüringen, im November, deutlich zu trocken war. Dabei reden wir hier von einem Defizit von bis zu -90 % des eigentlichen Niederschlagssoll. Dieses wirkt sich dementsprechend auf den Feuchtegehalt des Bodens aus und auch auf die Pegelstände der Flüsse. Vor allem aber die Wälder, die auf die herbstlichen Niederschläge angewiesen sind.

Auch das zieht sich durch den ganzen Herbst, wo es punktuell deutlich zu trocken war wie z.B um Meiningen, Teile Eisenach und des Hainich sowie Teile der nördlichen Rhön. Im allgemeinen war es im östlichen und zentralen Thüringen deutlich feuchter als im westlichen Thüringen. Nun gehen die meissten Modelle davon aus , das die Niederschlagsmengen zunehmen. Dieses ist durch die erwartete Erwährmung zuzuführen denn warme Luft kann mehr Feuchte aufnehmen. Ob dadurch die Unwettergefahr steigt bleibt abzuwarten denn durch die Feuchtezunahme in der Luft kann auch der Energiegehalt zunehmen.

Klimarückblick Dürremonitor 02-12-2020

Duerremonitor Thueringen Gesamtboden

Auf dieser Grafik sehen wir die derzeitige Dürresituation in Thüringen anhand des Gesamtbodens der sich unterteilt in Oberboden ( 0 bis 25 cm Tiefe ) und der Tiefenschicht ( 1.80 Meter Tiefe ). Dabei zeigt sich in einigen Teilen von Thüringen eine aussergewöhnliche Dürre aber auch eine extreme Dürre wird gezeigt. Bis auf einzelne Kreise und Gemeinden ist es derzeit in Thüringen deutlich zu trocken.

Durch den späten Monat November ist der Stress für die Pflanzen als gering bis nicht vorhanden zu bezeichnen da ja viele Pflanzen mittlerweile Winterruhe haben. Hätten wir jetzt Frühling oder Sommer sähe die Geschichte anders aus denn da hätten die Pflanzen einen hohen Stresslevel eventuell sogar das Welkstadium erreicht.

Glaubt man den Prognosen der Globalmodelle so können im Schnitt 10 bis 20 mm bis zur Monatsmitte zusammen kommen was den Braten nicht gerade fett macht. Ob der Dezember zu trocken wird bleibt abzuwarten und auch ob es Weiße Weihnachten gibt bleibt abzuwarten. Da sind sich die Modelle auch uneinig. Das europäische Globalmodell zeigt zumindest eine Möglichkeit von 2 bis 12 cm bis zu 18.12.2020 was aber abzuwarten bleibt.

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Über Udo Karow 296 Artikel
1975 in Siegburg geboren. 1992 Hauptschulabschluss Hauptschule Kaarst-Büttgen. Mitarbeiter im Sicherheitsdienst Zertifizierung nach §34a IHK-Nürnberg 2003. Seit 2009 Hobbymeteorologe. Seit 2013 als ehrenamtlicher Meteorologe bei Unwetteralarm GmbH. Erfahrung in der Wettervorhersage sowie der Unwettervorhersage, Synoptik, Kartenmeteorologie, Radar- und Satellitenmeteorologie.

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