Umstellung Wetterlage in Sicht 08-02-2026

Wetterlage 08-02-2026

Erst Grenzwetterlage, dann Umstellung auf Tief und Mildluft

Kaltluft wird im Laufe der Woche nach Norden verdrängt

Die Wettermodelle rechnen mittlerweile einheitlich das Ende der aktuellen Grenzwetterlage denn ab der Wochenmitte wird durch atlantische Tiefdruckgebiete die Kaltluft nach Norden verdrängt und es kommt zu einem deutlichen Mildvorstoß bis zu den Küsten. Die Chancen auf eine Luftmassengrenze mit Schnee im Norden und Nordosten schwinden. Viel Regen im Südwesten in Sicht !

Wetterlage 08-02-2026

Heute zeigen sich weiterhin verschiedene Luftmassen über Deutschland und somit den weiteren Fortbestand der Grenzwetterlage. Zum einen erreicht noch kalte Luft den äussersten Norden und Nordosten während im Rest mehr und mehr die milde Luft die Regie beim Wetter übernimmt. Schuld an der Kaltluft ist das Hoch über Skandinavien das über seine Ostflanke kalte Luft westwärts lenkt. Dabei erreicht die kälteste Luft Skandinavien während sich bereits nach Westen hin die Vorderseite der atlantischen Tiefs zeigt mit dem Zustrom deutlich milderer Luft. Vor allem das Tiefdruckgebiet das derzeit noch auf dem Atlantik liegt  denn das verlagert sich weiter ostwärts. 

Auch dieses steuert mit milder Luft weiter den Kontinent an und das wird uns im Laufe der Woche mehr und mehr die Umstellung der Wetterlage bescheren bei dem die Tiefdruckgebiete die Regie beim Wetter übernehmen werden.

Wetterlage Donnerstag 12-02-2026

Wetterlage 12-02-2026

So sehen wir zum Beispiel am Sonntag keine Spur mehr von der Grenzwetterlage denn von Westeuropa bis zur Nordsee und weiter nach Osteuropa zeigt sich ein ausgedehntes Tiefdrucksystem. Dieses sorgt mit einigen Tiefausläufern immer wieder für Regenfälle besonders im Südwesten des Landes. Dabei machen manche Modelle im Schwarzwald Regenmengen von deutlich mehr als 50 teils sogar um 100 mm bis Freitagmorgen. Selbst im Norden zeigen sich positive Temperaturen und die Kälte zieht sich bis zur Grenze nach Dänemark zurück. Nach Südwesten hin werden sich immer wieder teils zweistellige Temperaturen zeigen. Somit wird der Dauerfrost beendet.

Im weiteren Verlauf sollen sich die Tiefs ostwärts verlagern und Deutschland käme auf die Rückseite und so käme es zu einem neuen Vorstoß hochreichender Kaltluft polaren Ursprungs nach Deutschland. Das könnte dann zu Schneeschauern, Graupelschauen und eventuellen Graupelgewittern führen. Danach deutet der Trend einen möglichen positiven NAO an was auf eine weiter fortdauernden Tiefdrucktätigkeit vom Atlantik her anzeigen würde. 

Wetterlagenensemble ECMWF 07-02-2026

Das Wetterlagenensemble deutet nach seinen deutlichen negativen NAO-Index einen möglichen Übergang zu einem positiven NAO-Index. Das wird durch das amerikanische Modell mitgetragen. Damit wäre ein aktiverer Atlantik mit atlantischen Tiefdruckgebieten. Damit wäre ein neuer Kaltlufteinbruch mit arktischer Kaltluft erst mal vom Tisch. Danach könnte sich aber ein neuer Skandinavienblock aufbauen mit einem Hoch über Skandinavien und der Möglichkeit einer neuen Nordost- oder Ostlage mit kontinentaler Kaltluft. Das bleibt aber erstmal abzuwarten.

 

 

Über udo karow 89 Artikel
1975 in Siegburg ( NRW ) geboren. Seit 2018 in Thüringen. Seit 2009 in der Meteorologie aktiv. Frührentner.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*