atlantische Sturmtiefs gegen Kaltluftblock

Wetterlage zeigt Tief gegen Hoch

atlantische Tiefs rennen vergeblich gegen Kaltluftblock an ! 

Eisluft auf dem Vormarsch, Deutschland am Rande, Viel Regen im Mittelmeerraum mit Unwettergefahr !

Modelle rechnen ein stabiles Hoch über Russland und Skandinavien und ein vergebliches anrennen starker atlantischer Tiefs. Diese prallen regelrecht ab und müssen nach Süden ausweichen. Dabei können sich unwetterartige Entwicklungen im Mittelmeerraum entwickeln mit viel Niederschlag und auch Sturm.

Wetterlage zeigt Tief gegen Hoch

Die grobe Zusammenfassung der möglichen Wetterlage zeigt starke atlantische Sturmtiefs die versuchen ostwärts zu ziehen aber durch das eisige Hoch über Skandinavien und Russland geblockt werden. Dabei müssen die Tiefs nach Süden ausweichen und werden dementsprechend das Mittelmeergebiet beeinflussen mit der Gefahr von viel Niederschlag als Regen ( Hochlagen Schnee ) und auch Sturm wird wohl ein Thema werden. Teilweise sind gefährliche Entwicklungen möglich. Deutschland findet sich zwischen den Druckgebilden in einer südöstlichen bis östlichen Lage mit der über die Südflanke des Hochs Kaltluft zu uns gelangt. Die eigentliche eisige Luft wird uns wohl knapp verfehlen und Richtung Skandinavien fließen. Dennoch wird es im Norden und Osten für Dauerfrost reichen.

niederschlagsmenge kommende 8 Tage

Die Niederschlagsentwicklung zeigt uns in den kommenden Tagen, das der Hochdruckeinfluss bei uns keinen bis kaum Niederschlag rechnen. Das liegt an der aus Osten einfließenden trockenen kontinentalen Kaltluft. Im Mittelmeerraum sieht das anders aus denn hier sind bis zum 25.01.2026 mehr als 100 Liter zu erwarten und punktuell gibt es sogar mehr als 300 Liter in den Hochlagen auch als Schnee. Hier zeichnet sich z.B. auf dem Ätna eine hohe Schneemenge ab. Zudem rechnen die Modelle eine erhöhte Gefahr für starken Wind bis Sturm eventuell auch schweren Sturm. Kurz um wird es im Mittelmeerraum aber so richtig rund gehen. 

Wetterlagenensemble ecmwf 17-01-2026

Das Wetterlagenensemble zeigt auch im weiteren Trend keinerlei Zeichen für einen möglichen zunehmenden aktiven Atlantik bzw. eine aktive Westwetterlage bei der atlantische Tiefs auch unser Wetter beeinflussen könnten. Stattdessen zeigen die Ensembles ein klares Zeichen für eine gestörte Zirkulation mit einem negativen NAO bis hin zum Skandinavienblock. Für uns bedeutet das weiterhin eher hochdruckgeprägtes Wetter und vor allem eher Kaltluftwetter bis in den Februar rein in dem weiterhin durchaus Kaltluft zu uns gelangt.

NAO-Index

Auch das Ensemble der amerikanischen Wettermodelle zeigt nicht gerade einen wetterwirksamen Atlantik. Dafür sollte es einen durchaus deutlichen positiven NAO-Index geben. Hier ist das Ensemble eher knapp um oder über der 0 im oberen Teil auch knapp darunter mit dem Hauptlauf.

Wir erinnern uns : Bei einem positiven NAO-Index haben wir oftmals ein Islandtief und sein Gegenspieler das Azorenhoch. Der NAO-Index beschreibt den Druckunterschied bzw den des Geopotentials zwischen Island und den Azoren. Je stärker dieser ist desto stärker ist z.B. auch der Jetstream und es können atlantische Tiefs auf Europa bzw. Mitteleuropa übergreifen. Bei einem negativen NAO sieht das ganze dann oftmals umgekehrt aus. Ein Hoch blockiert oftmals den Atlantik und es kommen keine atlantischen Tiefs zu uns durch. Eine Nordlage ist oftmals möglich mit kalter polarer Luft.

Wir sehen das es klar auf einen weiter eher gestörten Atlantik hinausläuft und das womöglich bis in den Februar da ein deutlicher positiver NAO-Index nicht zu erwarten ist bzw. nicht in Sicht ist.

 

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1975 in Siegburg ( NRW ) geboren. Seit 2018 in Thüringen. Seit 2009 in der Meteorologie aktiv. Frührentner.

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